Montag, 26.05.2008: in 9 Tagen wieder zu Hause

Tja, wie ihr euch sicherlich schon gedacht habt, ist hier im Moment nicht viel los. Zumindest passiert nichts, was wirklich erzählenswert ist. Das Semester eilt jetzt seinem Ende zu, was die Professoren dazu veranlasst und uns mit Klausuren und Abgabeterminen zu quälen, um eine halbwegs vertretbare Grundlage für ihr Notenwürfelspiel zu ergattern. Ich befinde mich in meiner letzten Uniwoche, habe noch zwei Klausuren, zwei Präsentationen und eine Verteidigung einer Hausarbeit vor mir. Allerdings ist nichts davon wrklich spannend, geschweige denn wirklich fordernd, weshalb ich meine Zeit halbherzig am Schreibtisch abhocke und mich abzulenken versuche.


Gegen Ende der Woche dürfte dann nahtlos die Aufbruchsstimmung eintreten. Einen Tag wollen wir noch nach Warschau, ansonsten steht eigentlich nur packen, Besorgungen erledigen und feiern auf dem Plan. Dann gibts auch den einen oder anderen Eintrag mehr. Hoffentlich...

Sonntag, 11.05.2008: Besuch aus Deutschland (3)

Wir schlafen lange aus und treffen uns erst mittags wieder. Wir beschließen in den Zoo zu gehen.Nach einer langen Anreise kommen wir schließlich an und schlendern hier durch den parkartigen Zoo...
... und bestaunene hier die Tiere. Besonders angetan sind wir vom Faultier. Besonders Christian kann sich kaum losreißen...
Als wir nicht mehr laufen können, fahren wir zurück in die Stadt und ... essen (das ist irgendwie die Hauptbeschäftigung hier). Ein gemeinsames Gruppenfoto und dann geht es auch eigentlich schon an das Verabschieden.
Ich bringe Steffi zum Bus, und treffe später die anderen auf ein Bier im Hotel. Gott sei Dank können sie schon einen Teil meines Gepäcks mit nach Harsewinkel nehmen, so dass ich dann in vier Wochen weniger zu schleppen habe.

Super Wochenende mit viel Spaß. Vielen Dank hier noch mal.

Samstag, 10.05.2008: Besuch aus Deutschland (2)

Stadtbesichtigung steht auf dem Plan. Mit der Straßenbahn (jippie, die schaukelt!) geht es in die Stadt, zum Domauf den Marktplatz und zu den umliegenden Sehenswürdigkeiten (Kirchen, Schloß,...) zum Stare Browar (Einklaufzentrum in der alten Brauerei) und an meiner Uni vorbei.
Zwischendurch wird Caro noch auf einen Ziege gesetzt...
Schließlich geht es zu einer wohlverdienten Stärkung in eine Cafe, für Kuchen, Kaffee, Fruchtcocktails, Salat und anderen Leckereien und schließlich auch ein Bier.
Danach geht es in eine Shoppingcenter, um die örtlichen Geschäfte zu entdecken. Am Abend treffen treffen wir uns wieder und gehen erst mal traditionell essen. Es gibt polnische Suppen zur Vorspeise und schließlich Spezialitäten wie Pierogi, verschiedene Fleischgerichte, oder Reibeplätzchen.

Nach einem Bier und etwas Wodka im Wohnheim machen wir uns auf zum Post Dali. Schließlich gehört clubben auch zu meinem Leben in Poznan :-). Allerdings ist es hier unerträglich warm und die Anstrengungen des Tages machen sich bemerkbar. Wir brechen recht früh wieder auf und kippen in unsere Betten.

Freitag, 09.05.2007: Besuch aus Deutschland

Der Wecker klingelt um fünf. Ich fahre zum Busbahnhof, um Steffi abzuholen. Die ist immer noch aufgeregt von der Fahrt und vor allem weil ihr noch in Deutschland am Vortag der Rucksack geklaut wurde. Ich bin froh, dass sie es trotzdem hergeschafft hat und dass sie nicht in Polen beklaut wurde.


Im Wohnheim erst mal noch mal schlafen und dann zusammen frühstücken. Von dort erst mal in die Stadt. Ticket besorgen, die Sonne genießen und schon mal einen ersten Eindruck vermitteln.Nachmittag kommen dann auch Christian, Vitali, Caro und Benjamin ab. Nach einer Raubtierfütterung und dem ersten polnischen Bier sind sie auch wieder ansprechbar. Wir setzen uns in den Park, bald sind uns allerdings die Fliegen zu lästig.

Am Abend geht es in die Stadt. Zunächst wird zu Abend gegessen, dann stoßen wir im Irish Pub noch mal auf Caros Geburtstag an. Stimmung ist gut. Alle zu Späßen aufgelegt.


Da alle von der Anreise und der Sonne erschöpft sind, geht es recht früh zurück zum Hotel bzw. zum Wohnheim.

Sonntag, 04.05.2008: Anna und die Sonne

Schon in den letzten Tagen haben wir mehr und mehr die Sonne genossen. Heute ist es dann ähnlich schön. Wir schlafen lange aus. Na ja eigentlich bleiben wir ewig lang liegen. Zum Brunch gibt es die Grillreste von gestern Abend. Langsam habe ich aber auch erst mal wieder genug vom Grillen.


Gegen Mittag kommen wir los, und fahren nach Bielefeld, wo ein Arbeitskollege von Stefan seinen Abschlussfilm für die Berufsschule dreht. Wir schauen ein wenig zu und ich staune. Es wird Blut gekocht, um einen Unfall nachstellen zu können. Mit Lebensmittelfarbe, Kakao, Wasser und Soßenbinder wird eine Flüssigkeit hergestellt, die man dann im Film für Blut halten kann.


Nach anderthalb Stunden machen wir uns auf den Rückweg. Nach einem kurzen Zwischenstopp an der Eisdiele in Marienfeld, fahren wir zu Heiko, der zum Kaffee eingeladen hat. Auf dem Rückweg nach Harsewinkel schauen wir noch bei mir zu Hause vorbei. Da es in unserem Familienkalender falsch abgedruckt war, sind wir alle davon ausgegangen, dass schon heute Muttertag ist. Also haben wir uns heute zum Kaffee versammelt, und das wird auch nicht mehr verschoben, als wir merken, dass Muttertag eigentlich erst in der nächsten Woche ist. Mama bekommt ihr Buch, Papa nachträglich zum Vatertag einen Gutschein für die Eisdiele. Alle sind zufrieden.


Am Abend drehen Stefan und ich eine Runde mit dem Fahrrad und schauen dann ein wenig fern.

Freitag, 02.05.2008: Anna und Stefan

Stefan hat heute auch Urlaub. Super. Wir sind eigentlich viel unterwegs. Erst in Gütersloh, einige Besorgungen machen, in Stefans Firma, weil er noch Lektüre abholen will und später besorgen wir Grillfleisch. Am Abend drohen wir erst vor dem Sofa zu versacken, als wir dann doch noch auf ein Bier in der Mosquito Lounge aufbrechen. Eigentlich wollten wir hier noch ein paar Freundinnen von Stefan treffen allerdings sind die mit Sekt im Kirchekeller nebenan beschäftigt und schaffen es irgendwie nicht so recht. Auf dem Rückweg schauen wir noch kurz vorbei und sagen Hallo, aber lang bleiben wir nicht.

Donnerstag, 01.05.2008: Anna am ersten Mai


Die jährliche Maitour mit Fahrrad und Alkohol lasse ich in diesem Jahr ausfallen. Anna-Lena, meine Cousine hat heute Kommunion und es wurde zum familiären Kaffetrinken eingeladen. Also wird bei Kuchenbuffet der neuste Tratsch und Klatsch der Familie ausgetauscht.


Am frühen Abend hole ich Stefan ab, der ein wenig mit dem Fahrrad unterwegs war, wir holen einen Salat von zu Hause ab und radeln weiter nach Greffen. Hier grillen wir bei Vitali. Es gibt Schaschlik, Salate, Brot, Grillkäse und viele Geschichten. Bevor es dunkel wird radeln wir wieder zum Hof. Hier sitzt meine Familie anlässlich des Geburtstags meines Bruders beisammen und vertilgt auch Grillfleisch und Salate.


Wir bleiben noch ein wenig, bevor es dann noch mal aufs Fahrrad geht und wir zu Stefan radeln. Das viele Fahrradfahren ist ganz schön ungewohnt.

Mittwoch, 30.04.2008: Anna unterwegs

Mal wieder unterwegs. Es geht nach Hause und ich freue mich schon so unglaublich. Aber zunächst einmal geht es in die Uni. Die erste Vorlesung wird verkürzt, weil der Prof noch woanders hin muss. Monika und ich nutzen die gewonnene Zeit für ein frühes Mittagessen. Die nächste Vorlesung dagegen zieht sich etwas. Von der Uni laufe ich direkt zum Bahnhof. Hier ist es brechend voll. Auch her wird das lange Wochenende viel zum Reisen genutzt. Ich bin froh, dass ich sowohl schon ein Ticket als auch eine Platzreservierung habe. In Deutschland sind die Züge ähnlich voll.


In Bielefeld wartet Stefan schon auf mich. Wir bringen mein Gepäck nach Hause, duschen noch schnell und fahren dann ins Kiekes, für Bier, Salat und eine halbe Pizza.


Satt, glücklich und erschöpft geht es dann zu Stefan.

Montag, 28.04.2008: Anna auf einer polnischen Party

Das ESN Team hat für den heutigen Abend eine polnische Party für uns organisiert. In der Sansibar werden wir mit Brot und Salz begrüßt, ein Willkommensgruß, den man auch in Deutschland kennt, zumindest bei neuen Nachbarn.


Außerdem wird uns die polnische Flagge ins Gesicht gemalt, es wird nur polnische Musik gespielt – hier erkennt man einige Melodien wieder, am Ende streite ich mich noch mit Bartek, ob nun die Ärzte die Melodie zu „Männer sind Schweine“ oder eher die polnische Band das Lied ins Polnische übersetzt hat. Ich bin immer noch der Ansicht, dass es das Lied auf Deutsch länger gibt...


Auf einer Verlosung gewinne ich eine T-Shirt und ein Schlüsselband von Lech neben Keksen. Monika gewinnt ein ähnliches Paket, allerdings mit Senf anstatt von Keksen.


Im Anschluss gehen wir noch mit einer Recht großen Gruppe ins Terrytorium. Von hier bekommen wir mit einem kleinen Spurt noch gerade so den Nachtbus. Alles gut.