Al Capone und Consorten - Mafiaparty
Donnerstag, 04.06.2008: Anna hört Musik
Heute dagegen steht eine Aktion auf dem Plan: schon länger planen Stefan und ich, auf das Campusfest nach Paderborn zu fahren. Für mich (und so manch anderen) spielen Clueso und Wir sind Helden, für Stefan ist EL*KE interessanter. Niklas hat sich überlegt meine Schwester Theresa mit dem Konzert zu überraschen, also werden die beiden mit ins Auto gepackt und los geht es. Theresa weiß nicht wohin es geht und schnallt es auch noch nicht als wir in Paderborn an der Uni parken. Dann allerdings freut sie sich.
Hier stürzen wir uns ins Gedränge und werden schließlich unter einen Baum geschoben, der von verschiedenen Studenten erklommen wird, sehr zum Ärger einiger Sicherheitsmänner, die den Baum gerne menschenfrei sehen würden. Nach einigen Brüllversuchen klettert einer der Sicherheitsmänner den Studenten hinterher und überzeugt sie von Angesicht zu Angesicht, den Baum zu verlassen.
Freitag, 30.05.2008: Anna hat frei
Damit sind dann auch meine Semesterferien eingeleitet. Im Wohnheim komme ich nicht dazu den fehlenden Schlaf nachzuholen. Monika und Antje sind noch ein wenig aufgedreht. Wir schauen einen Film und machen uns dann auf den Weg zu Urs. Der hat uns auf Wodka-Cocktails eingeladen. Und nach den ersten paar Bechern, wird die Stimmung schnell ausgelassen und der Geräuschpegel steigt.
Gegen acht manchen wir uns gemeinsam auf den Weg zum Sphinx. Hier soll noch mal ein gemeinsames Dinner mit allen Erasmusstudenten und ihren zuständigen Tutoren stattfinden.
Hier findet dann die übliche Fotosession zum Abschluss des Semesters statt....
Nach dem Essen haben und Kevin und Bertrand in ihre Wohnung eingeladen. Die beiden Franzosen wohnten mit zwei Freunden nicht im Wohnheim, sondern haben sich eine riesige Wohnung im 6. Stock eines Hauses in der Altstadt gemietet. Hier wurde dann weiter getrunken, geschwatzt, fotografiert, gelacht, erzählt und sogar auch shcon getanzt.
Sonntag, 11.05.2008: Besuch aus Deutschland (3)
Super Wochenende mit viel Spaß. Vielen Dank hier noch mal.
Freitag, 09.05.2007: Besuch aus Deutschland
Im Wohnheim erst mal noch mal schlafen und dann zusammen frühstücken. Von dort erst mal in die Stadt. Ticket besorgen, die Sonne genießen und schon mal einen ersten Eindruck vermitteln.
Am Abend geht es in die Stadt. Zunächst wird zu Abend gegessen, dann stoßen wir im Irish Pub noch mal auf Caros Geburtstag an. Stimmung ist gut. Alle zu Späßen aufgelegt.
Samstag: 26.04.2008: Anna bekommt Besuch
Den Vormittag schreibe ich an einem Aufsatz über professionelle Präsentationen. Gegen Mittag mache ich mich auf zum Bahnhof: Martin, Marc und und Jacek kommen aus Wroclaw.
Zunächst fahren wir zu einem Wohnheim in er Nachbarschaft zu meinem, wo die Jungs sich eingemietet haben. Dann geht es weiter in die Stadt. Nach der einen oder anderen Portion Nudeln, zeige ich ihnen Poznan. Wir laufen alles zu Fuß ab: Alter Markt und Umgebung, Wilhelmsplatz, Kathedrale, Markt, Stare Browar, Univerität und gönnen uns zur Belohnung einen heiße Schokolade im Pfatasie Radio.
Von dort geht es am Schloss vorbei, zur Oper, in die Straßenbahn und zurück Richtung Wohnheim. Es ist so warm, dass man eigentlich die gesamte Zeit im T-Shirt laufen kann. Im Wohnheim holen wir Monika ab und gehen Pizza essen. Danach glühen wir im Wohnheim etwas vor. Später machen wir uns dann auf den Weg zum Post Dali und tanzen und trinken hier weiter. Gegen drei merke ich dann aber doch die Anstrengungen des Tages und den anderen scheint es da nicht viel anders zu gehen.
Mittwoch, 12.03.2008: Anna bei Lech
Am frühen Abend treffen wir uns an der Uni und machen uns auf den langen Weg zur Lech Brauerei. Die ist eine halbe Stunde entfernt und wir quetschen uns mit der großen Gruppe der Erasmusstudenten in Straßenbahnen und Busse.
An der Brauerei angekommen, werden wir für eine Führung in zwei Gruppen aufgeteilt. Nach der Führung treffen wir uns alle in der hausinternen Kneipe wieder, verköstigen Bier, verputzen großartige Pizza und spielen Kicker. Ich spiele mit Athanasis zusammen und er wiederholt begeistert, dass wir die deutsch-griechische Erfolgsgeschichte der EM 2004 wiederholen. An einem französisch-französischem Team beißen wir uns allerdings die Zähne aus und finden unseren Meister.
Freitag, 07.03.2008: Anna in der Tram
Der Freitag verbringe ich mit schlafen. Das ist auch bitternötig nach der letzten Nacht. Außerdem ist für den Abend eine Tramparty angesetzt.
Zu Acht machen wir uns dann auf den Weg. Nach einigen Schwierigkeiten die richtige Haltestelle zu finden, sitzen bzw. stehen wir pünktlich um acht in der alten Straßenbahn und los geht es. Allerdings ist es ziemlich enttäuschend. Im Gegensatz zum letzten Jahr gibt es weder Bier noch Musik. Dementsprechend pessimistisch ist die Stimmung zunächst.
Die erste Pause ist irgendwo in der Wallachei, wo sich Fuchs und Hase noch Gute Nacht wünschen. Unseren Plan, uns möglichst schnell abzusetzen verwerfen wir, weil absolut nicht klar ist, ob man von hier wieder wegkommt.
Die nächste Pause ist dann wieder mitten in der Stadt. Da es noch zu früh für einen Club ist, statten wir uns mit Bier und Wodka aus, damit wir die letzte Etappe der Tramfahrt gut überstehen. Die ist dann doch noch lustig. Trotz allem ist der Alkoholpegel bei den Meisten schon sehr hoch. Franzosen und Südeuropäer grölen sich Lieder um die Ohren. Drei fremde Passagiere haben sich in die Tram verirrt. Dem jungen Touristenpärchen gefällt es gut, sie zücken sogleich ihre Kamera und filmen das Elend. Der ältere Mann ist allerdings verstört und bittet darum möglichst schnell wieder raus zu dürfen. Als wir einen Zwangsstopp einlegen, da einer der Türen repariert werden muss, findet er die Gelegenheit dazu.
Den Abend lassen wir im Post Dali ausklingen.
Freitag, 29.02.2008: Anna und versteckte Bedürfnisse
Schaltjahr. Beinahe vergessen, aber dann gerade beim Schreiben doch noch gemerkt.
Heute früh hat sich mein Kurschaos gelichtet, zumindest stehen die Zeichen sehr gut, dass alles klappt.
Außerdem habe ich mich beim Einwohnermeldeamt neu registrieren lassen, auf eigene Faust. Ist aber gut gelaufen. Die Frage nach dem Datum meines Grenzübergangs hat mir der freundliche Mann am Nachbarschalter übersetzt, der schnell gemerkt hat, dass ich mit Polnisch eigentlich nicht sehr weit komme.
So hier noch das lang versprochene Bild vom Cola-Automaten:
In der Werbung versucht man manchmal die Primärbedürfnisse des Menschen, z.B. Atmen, Essen, Trinken, etc, anzusprechen. Das wohl am leichtesten zu treffende Bedürfnis, ist das der Fortpflanzung. Also versuchen Werber den Konsumenten durch versteckte Anspielungen zu manipulieren und so anzusprechen. Das kann manchmal ziemlich offensichtlich sein, aber bei Coca Cola ist das meist nicht so leicht zu finden. Dieser Automat steht im Hauptgebäude unserer Uni, dem Altum.
Wenn man hier auf das Eis auf der Dose achtet, kann man mit etwas Phantasie die Silhouette einer liegenden Frau erkennen. Das Eis auf der linken Seite der Dose sind dabei die Haare der Frau (als Orientierung). Ob's hilft? Das ist wissenschaftlich umstritten. Ihr könnt ja selbst an euch testen, ob ihr schon Lust auf eine Cola habt... oder eine Frau. Dies ist ein Beispiel aus einem Vortrag im Rahmen einer Marketingvorlesung aus dem letzten Semester an der PUE, das habe also nicht ich mir ausgedacht :-).
oh, spannende Welt des Werbens.
Sonntag, 03.02.2008: Anna unter Jecken (2)
Am Sonntag steht der Karnevalsumzug in Harsewinkel an. Hier die Bilder...
Samstag 02.02.2008: Anna unter Jecken (1)
Karneval in Harsewinkel ist ja so eine Sache: entweder man liebt oder man hasst es. Ich entscheide mich in jedem Jahr neu. Durch Antibiotika alkoholtechnisch außer Gefecht gesetzt, weiß ich am Anfang des Abends noch nicht, ob der Abend ein Erfolg oder ein Desaster wird.
Wir treffen uns zunächst bei Caro zum Vorglühen in kleiner Runde. Caro ist auch irgendwie gesundheitlich amngeschlagen und hat sich als „die mit dem roten Halsband“ verkleidet, nach einem Lied, das gänzlich an mir vorübergegangen ist. Sie sieht krass aus, will aber nicht fotografiert werden. Vitali und Christian kommen unverkleidet, Vital aus Prinzip, Christian eigentlich auch, aber auch, weil er nicht auf die eigentliche Party kommt.
Von Caros Wohnung brechen wir dann auf Richtung Innenstadt. Wir wollen in diesem Jahr mal ein anderes Zelt ausprobieren. Hier ist es weniger voll und das Publikum ist älter. Mir gefällt es eigentlich ganz gut. Irgendwann kommt Stefan auch an. Außerdem treffen wir noch eine wilde Piratenbraut, hinter der sich meine Schwester verbirgt. Mit angeklebten Wimpern und gezückten Plastiksäbel stürmt sie die Tanzfläche. Was für ein Spaß!
Wieder zu Hause finde ich noch das Kostüm meiner kleinen Schwester und probiere mich als Zebra.
Samstag, 26.01.2007: Anna fährt heim
Wieder einmal sitze ich im Zug. Mein neues Hobby spöttele ich, als Stefan mich darauf anspricht. Diesmal allerdings nur sechs Stunden und es geht Richtung Heimat. Zwei Wochen habe ich Semesterferien, in denen ich so einiges zu erledigen habe.
Am Nachmittag komme ich in Bielefeld an. Stefan wartet schon auf mich. Dann geht es schnell nach Hause. Dort treffe ich dann auf meine Familie, es wird etwas erzählt, ich packe aus, esse, dusche, dann schauen wir das Handball Halbfinale Deutschland – Dänemark, das Deutschland knapp verliert. Am Abend fahre ich dann mit Stefan nach Gütersloh. In der Weberei spielt heute Pohlmann, und nach der eher anstrengenden letzten Zeit, freue ich mich auf einen entspannten Abend.
Wirklich angetan sind wir beide aber dann aber eher von der „Vorband“: Ben Hamilton sitzt mit seiner Gitarre allein auf der Bühne und begeistert das Publikum. Pohlmann selbst spielt danach lange und kommt aus meiner Sicht nicht richtig in den Quark. Aber das macht nichts. Wir hören einfach noch ein wenig zu und als wir um halb zwölf müde werden, fahren wir. Seinen Hit „wenn jetzt Sommer wär“ hat er schon vor einer Stunde gespielt. Außerdem hat er zahlreiche Anekdoten aus seinem Maurersleben erzählt, angespornt durch Freunde und ehemalige Kollegen, die im Publikum anwesend sind.
18. bis 25. 01.2008: Anna fährt Ski
Wir werden aber zunächst durch eine 12 stündige Fahrt auf polnischen Bahnschienen gebremst. Der Zug ist zunächst überfüllt, wer sich nicht in eines der Abteile quetscht, der steht erst mal auf dem Gang. Gegen sieben Uhr am Samstag steigen wir in Krakau um, ohne die Probleme, die wir erwartet haben. Mit einer Bimmelbahn geht es dann nach Zakopane.
Hier suchen wir zunächst unser Hostel und beziehen die Zimmer, dann suchen wir nach einem Skiverleih, der 26 Studenten mit Ausrüstung ausstatten kann. 60Zl kostet uns das für 4 Tage (ca. 18€, und damit weniger als ich kalkuliert hatte). Am Abend kochen wir in der Küche des Hostels, die ein wenig an Küchen für eine Ferienlager erinnert: riesige Töpfe und Schüsseln, Schränke voll Geschirr und Besteck aber kaum nützliche Utensilien wie Kochmesser oder Dosenöffner.
Am Sonntag stehe ich dann das erste Mal auf Skis. Es liegt wenig Schnee in Zakopane, so dass man nur die präparierten Pisten nutzen kann, neben dem Kunstschnee ist die Landschaft dann grün und bei sonnigen Temperaturen um die 10°C fühle ich mich eher an Frühling erinnert.
Das erste problem: wie bekommt man diese Schuhe zu... mit vereinten Kräften und dank unserer starken Jungs, klappt es dann schließlich doch.Nach und nach bekommen wir ein Gefühl für die Ski, Bremsen und Kurven fahren klappen schon immer besser. Die Premiere im Lift geht auch gut (ob wohl ich im Laufe des Tages einmal quer zum Lift im Schnee sitze und meine Bindungen nicht lösen kann, bis Lydia mich befreit.
Am Montag fahren wir in das 15km entfernte Skigebiet Bialka. Hier gibt es eine Batterie Pisten und mehrere Sessellifte. Zunächst bin ich erst mal nur gestresst: von der langen Piste, den verlängerten Füßen, den Liften und der Menschenmasse, die den Berg hinunter hetzt. Ich tue mich mit Agnes zusammen, die die Piste in meinem Tempo herunter fährt.
Am Dienstag klappt es dann schon besser. Auf den Pisten haben sich lustige Huckel gebildet, über die wir konzentriert hinüber wetzen. Am Abend beginnt es dann zu schneien, was mir bei den Abfahrten die Sicht nimmt, da ich keine Skibrille besitze.
Am Mittwoch ist dann schon der letzte Tag auf der Piste. Es klappt immer besser und heute trauen wir uns auch steilere Pisten zu. Gegen Spätnachmittag fühle ich mich immer kränker und zittere während der letzten Abfahrten nur noch. Das stellt sich auch nach einer heißen Dusche nicht ein.
Am Abend gehen wir mit der gesamten Gruppe zu Roosters, der polnischen Adaption des Amerikanischen Vorbild Hooters. Hier arbeiten Mädels mit knappen Hotpants und schwarzen Oberteilen. Ich halte nicht sehr lange durch. Mit einigen anderen gesundheitlich Angeschlagenen kehre ich früh ins Hostel zurück und schlafe.
Am Donnerstag herrscht dann schon Aufbruchstimmung: Zimmer räumen und Ski zurückgeben. Danach sitzen wir noch in Cafes die Zeit bis zur Abfahrt ab und freuen uns schon auf mehrere Stunden Zugfahrt. Die vergehen dann aber doch recht schnell und gegen halb sieben am frühen Morgen kommen wir im Wohnheim in Poznan an, verabschieden hier schnell die ersten Abreisenden und verziehen uns dann in unsere Betten.
Fazit: Trotz der großen Gruppe chaotischer Studenten ist alles gut gegangen, und es gab keine Skiunfälle (was nicht heißt, dass wir trotzdem unfallfrei durch die Woche gekommen sind: Chris ist abends in Scherben gefallen und musste am Oberschenkel genäht werden). Außerdem war das für mich eine tolle Gelegenheit mich mal auf den Brettern auszuprobieren. Bis zum nächsten Skiurlaub.