Al Capone und Consorten - Mafiaparty
Kaum ist man wieder in polnischen Landen, geht der Partystress wieder los. Kostümparty ist angesagt. Genauer gesagt: Mafia Party. Die Location: das Cuba Libre, eigentlich ein Salsa Schuppen. Die Bitte: irgendwie nach Mafia aussehen. Gar nicht so einfach finde ich, und kann das Motto auch nicht ganz erfüllen. Andere nehmen das Motte ernster als ich. Schon im Flur im Wohnheim raunen wir andächtig bei der einen oder dem anderen, der sich richtig rausgeputzt hat. Auf dem Weg in den Club noch Zigarren lässig in den Mundwinkle geschoben und der Party steht nichts mehr im Wege. Und da, wie ich bestimme, Bilder immer mehr sagen als Wort, hier die Bilder, von coolen Gangstern und heißen Mädels? Schaut selbst.








Ein Junge feiert Geburtstag
Ich genieße die Woche in Harsewinkel. Der Junge hat frei - kein Urlaub, wie er immer wieder betont- und verbringt ganz viel Zeit mit mir. Wir sind ziemlich viel unterwegs, gehen essen, schauen Filme, unternehmen was mit Freunden, und lachen viel. Schließlich kommt sein Geburtstag in greifbare Nähe. Das war mein eigentlicher Aufhänger gewesen, nach Harsewinkel zu kommen (das und das schon wieder Halbzeit ist zwischen Semesterstart und dieser riesigen Weihnachtspause im Dezember). Und siehe da es wird sogar ein bisschen gefeiert. Wir sitzen zusammen, quatschen, trinken, futtern Chips und hören Musik. Schöner Abend. Schöne Woche.
Ein Boot an Land
Das Boot will renoviert werden. Weil das an Land besser geht als auf dem Wasser, und das geht, da die Renovierung in Eigenarbeit vonstatten gehen soll, am besten zu Hause am eigenen Haus. Also macht sich das Boot auf den Weg. Zunächst so weit es geht auf dem Wasserweg, aber da Harsewinkel nun mal die Mähdrescherstadt ist und deshalb auf eine direkte Anbindung zum Meer nicht angewiesen ist, geht das nur beschränkt. Irgendwann muss das Boot aus dem Wasser. In Münster. Und von dort wird es mit einem Transporter zu den Mähdreschern gebracht. Vom Transporter wird es mit einem Kran gehoben, der es auf Trailer setzt. Das hat am Tag zuvor schon für Aufregung gesorgt, es wurde gekurbelt und geflucht und geschwitzt und gelacht. Schließlich ist das Boot auf dem Anhänger, aber noch nicht am Haus.
...der eine odere andere Baum nicht damit gerechnet hätte, dass irgendwann ein vier Meter hoch aufbocktes Boot an ihm vorbei will. Also heißt es erstmal Äste nach oben drücken.
Hilft alles nicht. Ein Ast muss weichen. Da hilft auch kein Drücken mehr...
... und auch kein Diskutieren und Überlegen.
Knapp wird es dann am Ende auch noch mal richtig.
Jetzt kommt der Trecker ins Spiel. Trailer wird an den Trecker gehängt und los gehts.
Über die Straße, vorbei am Supermarkt...
...um die scharfe kurve auf die Wiese, und damit ist es schon fast am Ziel, wenn da nicht...
Auf in den Heimurlaub
Die erste Etappe Poznanist schon wieder um. Meine Güte ging das schnell. Heute mache ich mich auf den Weg zurück nach Hause. Diesmal mit dem Flugzeug. Nachdem vor zwei Wochen bei meiner Schwester auf dem Weg hierher der Koffer verloren ging, bin ich noch nicht so überzeugt. Zeit und Kostenersparnis ist das nicht wirklich. Mal sehen.
Trotz alledem, ich freu mich schon auf zu Hause, auf Familie, Freund und Freunde. Auf geht's. Eine Woche Heimurlaub.
Trotz alledem, ich freu mich schon auf zu Hause, auf Familie, Freund und Freunde. Auf geht's. Eine Woche Heimurlaub.
schreiben, schreiben
Wenn ich hier nicht besonders viel schreibe, liegt das daran, dass nichts sonderlich spannendes passiert. Im Großn und Ganzen bin ich damit beschäftigt, meine Diplomarbeit weiter zu treiben. Und siehe da langsam aber sicher mausert sich von Tag zu Tag die eine oder andere Seite dazu. Das ist fr das Gefühl schon mal ganz gut, auch wenn ich immer noch das Gefühl habe, dass das Geschriebe ewig dauert. Auf Englisch zu schreiben macht mir dabei weniger aus, als die ständige Durchforstung von Literatur auf der Suche nach Quellen.
Zwischendurch komme ich dann ab und zu mal vom Schreibtisch weg, um einer der drei Vorlesungen zu besuchen, die ich im Moment noch habe. Der Sprachkurs ist das absolute Highlight. Dieser Kurs besteht zur Hälfte aus Studenten der anderen Universitäten. Neben Maggy, die genau dasselbe wie ich macht und auch aus Freiberg kommt, hätten wir Elisabeth aus den USA und Han Ha aus Korea von der medizinischen Universität, die uns gerne mal mit Autopsiegeschichten schocken, Romana aus der tschechischen Republik, die hier Laborergebnisse für ihre Arbeit in Chemie sammelt und Anna II (ich war zuerst da, deshalb darf ich Anna I sein. Allerdings können wir über diese Nummerierung icht wirklich lachen: auch sie hat das schon früher in der Schuler erlebt, durchnummeriert zu werden) aus Deutschland, die ihr Architekturstudium hier komplett auf polnisch durchzieht, eine Leistung, die ich bis jetzt noch nicht nachvollziehen kann und sie dafür wirklich bewundere. Auf der anderen Seite sitzen dann Leute in diesem Kurs, die entweder die große Liebe oder Arbeit in Polen gefunden haben. Oskar aus Nigeria macht den Anfang. Er ist Lehrer und handysüchtig. Carlos ist Musiker aus Venezuela, und schwärmt von den polnischen Musikern als Meister der Klassik. Zu den meisten Stunden erscheint er mit Gitarre, weil er gerade auf dem Weg von irgendwelchen Proben kommt. Maria kommt auch aus Südamerika und ist ganzfrisch in dem Kurs. Sie ist mit ihrem Mann nach Polen gekommen und hat einen kleinen Sohn. Manuel aus Belgien ist Architekt und ist hier für ein Projekt untergekommen. Seit er dabei ist, sind die Stunden um einiges lauter. Er spricht gern mit Leuten und bezieht seine Sitznachbarn gerne in Gespräche ein, die weit über den Unterichtsstoff hinausgehen. So wissen wir auch schon alle von seiner 'kind of' Freundin, mit der er fleißig Polnisch paukt. Alex kommt aus Russland. Er ist hier um seiner Freundin will und studiert. Ich finde ihn nicht unbedingt sympatisch. Wenn er spricht, dann eigentlich immer auf Englisch oder Russisch. Er erfreut uns mit Geschichten über den sibirischen Wintern, wobei sich Oskar und auch die Lateinamerikaner nur schütteln können und erstaunt die Augen aufreißen. Pani Irina kommt auch aus Russland. Sie unterrichtet hier in Polen. Sie kommt schon sehr gut mit der Sprache zurecht und hat immer ein Lächeln auf den Lippen. Den Abschluss bildet Lisa. Sie kommt aus Columbien, hat lange in den USA gelebt, bevor es sie nach Europa verschlagen hat. Hier ist sie dann erst über Itlaien und einige andere Länder nach Polen gekommen, wo sie jetzt mit ihrem polnischen Mann und zwei Kindern lebt. Sie arbeitet für eine New Yorker Musikzeitschrift. Sie hat eine tolle Art zu erzählen undbringt uns so manche Male zum lachen.
Zwischendurch komme ich dann ab und zu mal vom Schreibtisch weg, um einer der drei Vorlesungen zu besuchen, die ich im Moment noch habe. Der Sprachkurs ist das absolute Highlight. Dieser Kurs besteht zur Hälfte aus Studenten der anderen Universitäten. Neben Maggy, die genau dasselbe wie ich macht und auch aus Freiberg kommt, hätten wir Elisabeth aus den USA und Han Ha aus Korea von der medizinischen Universität, die uns gerne mal mit Autopsiegeschichten schocken, Romana aus der tschechischen Republik, die hier Laborergebnisse für ihre Arbeit in Chemie sammelt und Anna II (ich war zuerst da, deshalb darf ich Anna I sein. Allerdings können wir über diese Nummerierung icht wirklich lachen: auch sie hat das schon früher in der Schuler erlebt, durchnummeriert zu werden) aus Deutschland, die ihr Architekturstudium hier komplett auf polnisch durchzieht, eine Leistung, die ich bis jetzt noch nicht nachvollziehen kann und sie dafür wirklich bewundere. Auf der anderen Seite sitzen dann Leute in diesem Kurs, die entweder die große Liebe oder Arbeit in Polen gefunden haben. Oskar aus Nigeria macht den Anfang. Er ist Lehrer und handysüchtig. Carlos ist Musiker aus Venezuela, und schwärmt von den polnischen Musikern als Meister der Klassik. Zu den meisten Stunden erscheint er mit Gitarre, weil er gerade auf dem Weg von irgendwelchen Proben kommt. Maria kommt auch aus Südamerika und ist ganzfrisch in dem Kurs. Sie ist mit ihrem Mann nach Polen gekommen und hat einen kleinen Sohn. Manuel aus Belgien ist Architekt und ist hier für ein Projekt untergekommen. Seit er dabei ist, sind die Stunden um einiges lauter. Er spricht gern mit Leuten und bezieht seine Sitznachbarn gerne in Gespräche ein, die weit über den Unterichtsstoff hinausgehen. So wissen wir auch schon alle von seiner 'kind of' Freundin, mit der er fleißig Polnisch paukt. Alex kommt aus Russland. Er ist hier um seiner Freundin will und studiert. Ich finde ihn nicht unbedingt sympatisch. Wenn er spricht, dann eigentlich immer auf Englisch oder Russisch. Er erfreut uns mit Geschichten über den sibirischen Wintern, wobei sich Oskar und auch die Lateinamerikaner nur schütteln können und erstaunt die Augen aufreißen. Pani Irina kommt auch aus Russland. Sie unterrichtet hier in Polen. Sie kommt schon sehr gut mit der Sprache zurecht und hat immer ein Lächeln auf den Lippen. Den Abschluss bildet Lisa. Sie kommt aus Columbien, hat lange in den USA gelebt, bevor es sie nach Europa verschlagen hat. Hier ist sie dann erst über Itlaien und einige andere Länder nach Polen gekommen, wo sie jetzt mit ihrem polnischen Mann und zwei Kindern lebt. Sie arbeitet für eine New Yorker Musikzeitschrift. Sie hat eine tolle Art zu erzählen undbringt uns so manche Male zum lachen.
Geburtstagsfeier - mal anders
Meine Mitbewohnerin Inga und ihre Freundin Ira haben um das Wochenende Geburtstag und beschließen eine Party zu schmeißen. Eingeladen sind alle 70 Erasmsstudenten. Die beiden Mädels haben den Fernsehraum des Wohnheims gemietet und machen sich so erst einmal Freunde unter den polnischen (zumeist männlichen) Mitbewohnern, die gerne das Spiel Polen gegen Tschechien zur WM-Qualifikation gesehen hätten. Der Raum wir d in schummeriges Licht getaucht, die Sessel an die Wände geschoben, Lautsprecher geborgt und Eine Tafel mit Wodka, Bier, Saft, Chips und Obst beladen. Um acht kommen die Gäste. Die osteuropäischen Mädels herausgeputzt, der Rest in Jeans und T-Shirt.



Es sind letztendlich so an die 20 Leute da. Der Raum ist also eigentlich ziemlich leer. Es wird fotografiert, bevor, während und nachdem einem Wodka in die Hand gedrückt wird. Es wird getanzt und es wird posiert. Und viel getrunken. Das wirkt sich auch auf die Stimmung aus. Eine der krassesten Parties, die ich hier je mitgemacht habe. Ich verbringe ziemlich viel Zeit mit Kopfschütteln oder ungläubig aufgerissenem Mund. Als um drei das Licht ganz ausgeht, und sich mehr und mehr Zweiergrüppchen finden, ist es für mich an der Zeit zu gehen. Hier die Bilder. Dann habt ihr auch einen KLEINEN Eindruck.


Kórnik - ein halber Tagesausflug
Es ist Samstag und eigentlich will ich an meiner Diplomarbeit weiterarbeiten. Es geht auch ganz gut los, da wir gestern "nur" im Kino waren (Kobiety - the women, ein Film in dem kein einziger Mann gezeigt wird und der ein wenig an Sex and the City erinnert). Ich komme morgens gut aus den Federn und könnte eigentlich durchstarten. Allerdings merke ich schnell, wie ich immer öfter aus dem Fenster schaue und eigentlich nicht produktiv bin. Es ist bestes Oktoberwetter und eigentlich viel zu schade, um am Schreibtisch sitzen zu bleiben.
Da kommt es mir nur gelegen, dass mir ein Platz für einen Tagesausflug nach Kórnik angeboten wird. Claudia, Aurelie und Roxanne wollen mit dem Auto zu dem 20km entfernten Dörfchen fahren, um dort das Schloß und den anliegenden botanischen Garten zu besichtigen. Hier war ich noch nicht und stimme nach sehr kurzem Überlegen auch zu. Also geht es los.
Das wird zugleich auch meine erste Autofahrt in Polen, aber aus Beifahrersicht sieht das gar nicht so schlimm aus. Nur die Straßenführung in Poznan ist durch die vielen Einbahnstraßen ein wenig komisch.
In Kórnik selbst finden wir das Schloß selbst sehr schnell, parken an einem See und laufen im Sonnenschein bei super Temperaturen durch den Park, faulenzen in der Sonne und besichtigen zum Schluss das Schloss, das von innen mit alten Möbeln, Gemälden und anderen Exponaten vollgestopft ist. Besonders imposant finde ich hier die alten Parkettböden die von Raum zu Raum in verschiedenen Mustern gelegt wurden. Zu ihrer Schonung bekommen wir auch die typischen Filzpantoffeln an die Füße, in denen es sich so herrlich schlufkern lässt. Wass für ein Nachmittag. Man könnte meinen es sei Sonntag. Hier die Bilder:





Zum Abschluss geht es noch in ein kleines Restaurant in Kórnik. Es ist sehr polnisch, aber wir kommen zurecht. Auch die ersten Übersetzungsprobleme der Karte und das Bestellen von Extrawünschen meistern wir.
Am Nachmittag kehren wir nach Poznan zurück und halten auf dem Rückweg in einem der größeren Einkaufszentren am Stadtrand und besorgen hier Geschenke für die Geburtstagskinder am Abend.
Da kommt es mir nur gelegen, dass mir ein Platz für einen Tagesausflug nach Kórnik angeboten wird. Claudia, Aurelie und Roxanne wollen mit dem Auto zu dem 20km entfernten Dörfchen fahren, um dort das Schloß und den anliegenden botanischen Garten zu besichtigen. Hier war ich noch nicht und stimme nach sehr kurzem Überlegen auch zu. Also geht es los.
Das wird zugleich auch meine erste Autofahrt in Polen, aber aus Beifahrersicht sieht das gar nicht so schlimm aus. Nur die Straßenführung in Poznan ist durch die vielen Einbahnstraßen ein wenig komisch.
In Kórnik selbst finden wir das Schloß selbst sehr schnell, parken an einem See und laufen im Sonnenschein bei super Temperaturen durch den Park, faulenzen in der Sonne und besichtigen zum Schluss das Schloss, das von innen mit alten Möbeln, Gemälden und anderen Exponaten vollgestopft ist. Besonders imposant finde ich hier die alten Parkettböden die von Raum zu Raum in verschiedenen Mustern gelegt wurden. Zu ihrer Schonung bekommen wir auch die typischen Filzpantoffeln an die Füße, in denen es sich so herrlich schlufkern lässt. Wass für ein Nachmittag. Man könnte meinen es sei Sonntag. Hier die Bilder:


Zum Abschluss geht es noch in ein kleines Restaurant in Kórnik. Es ist sehr polnisch, aber wir kommen zurecht. Auch die ersten Übersetzungsprobleme der Karte und das Bestellen von Extrawünschen meistern wir.
Am Nachmittag kehren wir nach Poznan zurück und halten auf dem Rückweg in einem der größeren Einkaufszentren am Stadtrand und besorgen hier Geschenke für die Geburtstagskinder am Abend.
Lech in Poznan - Brauerreiführung, die Dritte
Es ist mal wieder so weit. Mal wieder geht es zu Lech, allerdings in diesem Jahr etwas anders. Stefan und Markus sind im Wohnheim auf einen Flyer der Lechbrauerei gestoßen, auf dem sie eine Tour durch Poznan mit anschließender Brauereiführung und Verkostung für Studenten einladen. Das lassen wir ns natürlich nicht entgehen.
An der Uni wartet der brauereieigene Bus, der uns zunächst durch die Stadt kutschiert. Auf polnisch werden wir auf die wichtigsten Einrichungen der Stadt hingewiesen (hier ist ein Krankenhaus, hier meldet man sich an, hier ist eine 24-h-Apotheke, hier das Sozialamt, das ist die Warta, ach übrigens wenn Schaum am Glasrand haften bleibt und sich dort hartnäckig hält, ist das ein Zeichen für schlecht gespülte Gläser, das ist der Malta-See, hier sind wir an der Brauerei)
Nach der Führung durch die Brauerei geht es in den Lechpub, es gibt Bier für alle nd Kickerspiele, für die die es mögen. Natürlich!
Wir beschließen, noch Pizzaessen zu gehen, und Stefan kennt aus seinen Sprachkurszeiten och einen Geheimtipp. Versteckt in einem Hinterhof in buchstäblich kühlem Ambiente versteckt sich die kleine Pizzeria, die mit hervorragenden und vor allem riesigen Pizzen aufwartet.
Man hat sich allerdings schon darauf eingestellt, das Pizzen geteilt werden. So gibt es spezielle halbe Teller, um die Ungetüme besser servieren zu können.
Monika (Litauen) und Aurelie (Belgien) freuen sich darüber, dass es zu den Pizzen noch extra Soße gibt. Knoblauch und Tomate mit Knoblauch. Für den unbelegten Rand, oder auch einfach so noch obendrauf. Lecker, lecker. Oder "mniam mniam", wie man hier auch gerne schwärmt.
An der Uni wartet der brauereieigene Bus, der uns zunächst durch die Stadt kutschiert. Auf polnisch werden wir auf die wichtigsten Einrichungen der Stadt hingewiesen (hier ist ein Krankenhaus, hier meldet man sich an, hier ist eine 24-h-Apotheke, hier das Sozialamt, das ist die Warta, ach übrigens wenn Schaum am Glasrand haften bleibt und sich dort hartnäckig hält, ist das ein Zeichen für schlecht gespülte Gläser, das ist der Malta-See, hier sind wir an der Brauerei)Wir beschließen, noch Pizzaessen zu gehen, und Stefan kennt aus seinen Sprachkurszeiten och einen Geheimtipp. Versteckt in einem Hinterhof in buchstäblich kühlem Ambiente versteckt sich die kleine Pizzeria, die mit hervorragenden und vor allem riesigen Pizzen aufwartet.
Man hat sich allerdings schon darauf eingestellt, das Pizzen geteilt werden. So gibt es spezielle halbe Teller, um die Ungetüme besser servieren zu können.
Monika (Litauen) und Aurelie (Belgien) freuen sich darüber, dass es zu den Pizzen noch extra Soße gibt. Knoblauch und Tomate mit Knoblauch. Für den unbelegten Rand, oder auch einfach so noch obendrauf. Lecker, lecker. Oder "mniam mniam", wie man hier auch gerne schwärmt.
Torun - Stadt der Engel, Stadt der Gotik, Stadt des Lebkuchens, klasse Stadt
Letzter ganzer Tag der Bande in Poznan. Ich weiß nicht mehr so recht, was wir in Poznan selbst noch machen sollen, und schlage deshalb einen Ausflug vor. Wir einigen uns schnell auf Torun.
Also geht es am späten Vormittag mit dem Zug los. Natürlich gibt es mal wieder Probleme mit den Tickets. Die polnische Bahn erkennt die deutschen Schülerausweise nicht an, und so müssen wir Tickets nachlösen, können uns einen Teil der Kosten in Torun erstatten lassen. Kurz droht die Stimmung zu kippen, aber das der Anblick von Torun lässt die Herzen schnell höher schlagen.
Im Mittelalter war Torun einer der bedeutensten Städte Polens und war wichtiger Handelsplatz und militärischer Stützpunkt ( der deutsche Orden hat sich hier wegen der strategisch günstigen Lage zwischen Preußen und Polen - ja ja hier haben wir es wieder mit den Teilungen Polens durch die Jahrunderte zu tun - eine Burg gebaut). Die mittelalterliche Blütezeit hat sich aber nie wiederholt. So ist Torun relativ klein geblieben und wurde im 2. Weltkrieg nicht hart umkämpft. Mit dem Ergebnis, dass es kaum Verluste in der Bausubstanz gab. Die historische Kulisse hat sich also größtenteils erhalten, was die Stadt für mich in einer gewissen Art und Weise sogar reizvoller macht als Krakau, Warschau und Poznan.
Innerhalb der Stadtmauern treffen wir zunächst auf einen schiefen Turm, als Bestandteil der alten Stadtmauer. Der Legende nach wurde er von einem sündigem Mönch erbaut, und nur fromme Menschen können sich an ihm gelehnt im Gleichgewicht halten, die seine Sünden aufwiegen können. Sowohl Christoph, als auch Niklas haben so ihre Schwierigkeiten, aber wir gehen mal nicht vom Schlimmsten aus.
Wir haben richtig Glück mit dem Wetter, so dass sich die Stadt in bestem Glanze präsentiert und die Fassaden auf dem Rynek (dem Marktplatz und dem Stadtzentrum) farbenfroh entgegenstrahlen. Unsere Route führt vorbei am Gefängnis, der Kopernikusuniversität, dem Planetarium, der Marienkirche zum Rathausplatz.
Um Torun rankt sich eine vergleichbare Legende, wie um Hameln. Anstatt mit Ratten hatte man es allerdings hier mit Fröschen aus der Weichsel zu tun, die die Stadtbewohner mit ihrem Quaken um den Schlaf brachten. Ein Flößer lockte die Frösche mit seinem schönen Geigenspiel aus der Stadt. Ihm gedenkt man auf dem Rathausplatz mit einem Brunnen.
Geschichtsstunde im Freien. Mein Buddy Aga kommt aus Torun und hatte mir zu meinem letzten Geburtstag ein Buch über Torun geschenkt. Das haben wir mit und Thesa kümmert sich um unsere Bildung, während Chrissi mit einem anderem Buch, die Führung von einem Highlight zum anderen übernimmt. Der Rest ist fürs Staunen und Fotografieren zuständig. Läuft doch.
Gestärkt von verschiedenen Kaffeespezialitäten geht unsere Tour weiter, vorbei am Denkmal für Filou, einer polnischen Karikaturfigur, der stets mit seinem Hund, Schirm und Melone auftritt. Den Hund zu streicheln soll Glück bringen. Vor allem in der Liebe und bei Prüfungen. "Seltsame Kombination" denke ich noch, und schon sind wir weiter unterwegs.
Wir ziehen weiter zu den alten Burgruinen des Deutschen Ordens. Durch ihre Regierungs- und Eroberungspolitik haben sich Kreuzritter in der Bevölkerung nicht nur Freunde gemacht, so dass ihre Bugr schließlich niedergebrannt und geplündert wurde.
Den Sturm haben noch einige Mauern der Burg und der Dansker (der Toilettenturm des Schlosses) überlebt. Die Ruinen sind geräumt worden und die Überreste bis heute besichtigbar. Zum Teil sind auch noch Kellergewölbe nutzbar.
Am neuen Markt mit dem Gasthaus zur blauen Schürze, der Straße mit dem Drachen, der in Torn angeblich einmal gesichtet wurde, am Artushof und der Kirche zu Johannes und Johannes (kein Schriebfehler) gelangen wir zum Geburtshaus von Kopernikus. Leider kommen wir zu spät, um auch das Innere zu besichtigen. Das Museum zu Toruns bekanntestem Sohn hat schon geschlossen.
Als Entschädigung gönnen wir und Gofry, Waffeln mit Sahne und Früchten. Nur Niklas hat noch genug vom Obstsalat gestern abend und entscheidet sich für Schokolade auf seiner Sahnewaffel. Wem normales Fotografieren übrigens zu leicht erscheint, sollte es mal mit so einer Waffel in der Hand probieren...
Wir schlendern noch zum Ufer der Weichsel und verweilen noch ein wenig,
genießen noch einmal die letzten Sonnnenstrahlen des Tages und machen uns dann auf den Weg zum Bahnhof.
Nach drei Stunden Zugfahrt, die wir vornehmend dösend oder schlafend verbracht haben, kommen wir schließlich wieder nach Poznan. Wir beschließen den Abend beim Mexikaner.

Müde, aber doch zufrieden geht es ins Bett. Am nächsten Morgen geht der Flug der Bande. Schöne Zeit.
Also geht es am späten Vormittag mit dem Zug los. Natürlich gibt es mal wieder Probleme mit den Tickets. Die polnische Bahn erkennt die deutschen Schülerausweise nicht an, und so müssen wir Tickets nachlösen, können uns einen Teil der Kosten in Torun erstatten lassen. Kurz droht die Stimmung zu kippen, aber das der Anblick von Torun lässt die Herzen schnell höher schlagen.
Innerhalb der Stadtmauern treffen wir zunächst auf einen schiefen Turm, als Bestandteil der alten Stadtmauer. Der Legende nach wurde er von einem sündigem Mönch erbaut, und nur fromme Menschen können sich an ihm gelehnt im Gleichgewicht halten, die seine Sünden aufwiegen können. Sowohl Christoph, als auch Niklas haben so ihre Schwierigkeiten, aber wir gehen mal nicht vom Schlimmsten aus.
Müde, aber doch zufrieden geht es ins Bett. Am nächsten Morgen geht der Flug der Bande. Schöne Zeit.
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