Wir lassen den Mittwoch Abend gemütlich ausklingen. Da es uns im Zimmer zu langweilig wird – und das Lila auf Dauer erdrückend ist - gehen wir noch einmal raus. Schon am Nachmittag hat Stefan einen Pub gesichtet, an dessen Tür ein Plakat angeschlagen ist. Mit etwas Mühe entziffere ich, dass hier heute Abend ein Blueskonzert (Junge: „Jippie“) stattfinden soll. Da landen wir dann auch. Mit ein paar weiteren Gestalten. Der Junge ist seelig. Nur wollen sie leider sein Lied nicht spielen (das obligatorische „Sweet home Alabama“ - weiß ich auch nicht, wann er sich diesen Tick eingefangen hat).
Donnerstag früh dann ausschlafen und frühstücken. Dann fahren wir erst einmal ins Wohnheim. Natürlich habe ich ein paar wichtige Sachen vergessen. Dort treffen wir Ludmila und Daniel und schwups geht es weiter auf große Sightseeing-Tour: zur Kathedrale, zum Marktplatz (passend zu den Ziegen, die sich um zwölf die Köpfe einrennen – gähn), die Stadtkirche, der Palast der Gorki-Familie, Spagetti essen, an der Oper vorbei zur Uni, in den 16. Stock, Poznan von oben anschauen und auf eine heiße Schokolade und einen Milchshake ins Pfatsie Radio und zurück zum Hostel. Der Junge staunt und erkennt sogar Sachen wieder, die auf Fotos im Blog zu sehen waren. Anstatt die Ziegen fotografiert er lieber Anna. Ausschlafen.
Der letzte Programmpunkt des Tages heißt jetzt Uni. Aber mal angenehm: wir besuchen ein Konzert für den Kurs über polnische Kultur. Der Junge bekommt auch etwas von unserer Bildungsveranstaltung ab, denn wenn er für irgendwas zu haben ist, dann für Kultur. He he.
Laune: Sweet Home Alabama
Schokoladenbedarf: durch Trink-Schokoladen-Pudding gedeckt



