Es ist Wochenende und es steht mal wieder ein Ausflug auf dem Plan: diesmal geht es nach Wroclaw (vielleicht euch besser bekannt unter dem Namen Breslau). Wir sind einen riesige Gruppe (geschätzte 25 Studenten) und diesmal sind auch ein paar neue Gesichter darunter, da sich einige der Erasmusstudenten der anderen Universitäten angeschlossen haben.
Den im Internet angekündigte Schnee sehen wir nicht, und die Temperaturen lassen es auch zu, sich lange draußen aufzuhalten, aber es ist ziemlich nebelig.
Mir macht der Ausflug wenig Spaß. Zum Einen haben im letzten Jahr einen privaten Trip nach Wroclaw organisiert, der super war. Meine Erwartungshaltung ist also sehr hoch. Die Gruppe ist zu groß für eine Besichtigung ohne Stadtführung. Man verbringt sehr viel Zeit mit warten, da wir nur einen Tag in Wroclaw sind, ist der Zeitdruck eigentlich ziemlich hoch. Viele Dinge können wir einfach nicht besichtigen. Ich teile nicht immer die Prioritäten der Organisatoren: bei einem 6-Stunden-Aufenthalt, ist das örtliche Shopping-Center überflüssig. Dauernd kommen Leute zu spät, Entscheidungsfindungen dauern ewig. Willkommen im Erasmus-Programm, wo warten deine Haupttätigkeit wird, nicht feiern, wie so häufig behauptet wird.
In einer kleinen Gruppe nehmen wir einen frühen Zug zurück, da im Wohnheim Lydia auf uns wartet: sie will mit uns in ihren Geburtstag feiern. Wir sitzen erst ein wenig bei Bier, Wodka und Kuchen in ihrem Zimmer. Dann geht es weiter in den Tuba-Club (von dem habe ich auch schon mal erzählt).
Mein eh schon vorbelastetes Bild bestätigt sich wieder. Die Musik ist schlecht tanzbar (eine Ebene mit zu langsamen, langweiligen R&B und Black-Musik, eine weitere Ebene mit Techno und einem selbstverliebten DJ, der dauernd alles kommentieren muss). Die Leute sind ätzend. Aufgeblasene Typen, die den Macker raushängen lassen und der üblichen Fleischbeschau frönen (Damit sei dann auch schon alles über die Mädels gesagt). Als wir uns dann noch mit einigen Typen anlegen müssen, da wir ihr (angeblich reserviertes) Sofa belegen, ist der Abend für mich eigentlich gelaufen. Brito versucht mich aufzuheitern, indem er mir mit Zeigefingern in den Magen und die Seite piekst (das ist wirklich das Beste, was er machen konnte). Ich muss mich zusammenreißen nicht auszurasten. Was für ein Spaß.
Ich bin froh, dass auch Thomas nach Hause will und schließe mich ihm so schnell wie möglich an. Wir nehmen ein Taxi zum Wohnheim, da die Nachttram nicht fährt. Um halb sechs falle ich ins Bett.
Was für ein verschwendeter Tag. Mit dem Clubben bin ich durch.
Laune: ungeduldig und übel
Schokoladenbedarf: geht so
2 Kommentare:
Tagesplan heute:
Gründung einer Gemeinnützigen Organisation names "Rocking Pozan"
Die Organistion erlaubtes Menschen, die sich zwischen RnB HipHop deutschem Gangsterrap, polnischem Techno etc etc Ethno, Trance, House, Chopin (ne der fällt raus der ist durchaus kompetent), Schlager bla bal bla nicht wohl fühlen...
Es fehlt das Brett der Gitarre, der zur Ektase bringende Beat der Drums, und natürlich Vocals die euch einen sinnvollen Text vermitteln!!!!!!!!!!!
Sagt ja zu "RockingPoznan", und Nein zu "Shake ya ass"
da bin ich mit dabei!
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