Nach einen tränenreichen Abschied (der war wirklich mal gruselig), ging es dann heute am Mittwoch schwer bepackt auf nach Poznan, Polen. Der Zug nach Berlin war der Horror. Ich hatte nicht mitbekommen, dass in Hannover Messe ist, und verzichtete deshalb auf eine Sitzplatzreservierung. Fehler. Der ICE war auf der gesamten Strecke brechend voll. Na ja bis Berlin Mitte, aber für die letzten zehn Minuten wollte ich mein Gepäck dann auch nicht mehr zu einem der Sitzplätze schleppen.
Der Zug nach Poznan war dann um einiges entspannter. Nur der Riesenkoffer vor dem Abteil störte den Kawa-Herbata-Mann, der mit seinem Verkaufswagen im Zug unterwegs war. Am Bahnhof angekommen, war ich dann doch ziemlich froh, dass ich abgeholt wurde. Es war total voll und unübersichtlich. Gott sei Dank, erkannt mich Aga sofort (sie ist kleiner als ich sie erwartet hatte, aber genauso nett).
Das Zimmer ist schnell gesagt ... überschaubar. Das Bad hat einen Hang zum Ekligen. Insgesamt wenig Stauraum, alles minimalistisch, schreckliches Licht und halt ein Doppelzimmer. Kurz hatte ich auch eine Mitbewohnerin: eine junge Polin, die ihr Studium an der Wirtschaftsuni beginnt: hübsch, gute Deutschkenntnisse, aber total unsicher und schüchtern. Leider ist sie dann auch sofort in ein anderes Zimmer verlegt worden: Auf diesem Flur wohnen nur ERASMUS-Studenten. Zu viel Party! Sie muss lernen. Sie kam dann aber gleich darauf auf einen Tee vorbei und möchte öfters vorbeikommen, zum Quatschen (und feiern) und dabei ihre Deutsch- und meine Polnischkenntnisse verbessern.
Neben mir ist eine Finnin eingezogen, sehr nett und teilt mit mir die Meinung über das Bad. Wir sind dann auch kurz darauf gemeinsam losgezogen, um Putzmittel zu besorgen.
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