Am nächsten Morgen kommen wir auch gut aus dem Bett. Ab Mittag sitze ich dann mal wieder im Zug. Zwischen Freiberg und Dresden macht mir die Neigetechnik etwas zu schaffen, die mir auch sonst schon Schwierigkeiten bereitet. Etwas grün und bleich verlasse ich froh den Zug in Dresden und freue mich auf die weniger schwankende Weiterfahrt. Dank der Deutschen Bahn fahre ich einen kleinen Umweg über Berlin. Acht Stunden werde ich unterwegs sein, bis ich den Bahnhof in Poznan erreiche. Kurz bevor wir den Bahnhof erreichen, treffe ich noch auf ein älteres polnisches Ehepaar, das mich in ein Gespräch verwickelt. Lachend stellen sie fest, dass ihr Enkel in Bielefeld Tutor ist und freuen sich, dass ich aus der Gegend komme. „Schade“, sagt die Frau immer wieder. „Jetzt können Sie unseren Enkel gar nicht kennenlernen. Der ist studiert jetzt nebenbei noch in Venedig und London.“ Ich staune mal wieder über den Ehrgeiz und Lerndurst der jungen Polen.
Im Wohnheim treffe ich dann auf meine neue Mitbewohnerin und die neue Mitbewohnerin aus dem Nachbarzimmer, Monika und Antje. Beide sind unglaublich nett, und ich fühle mich direkt wohl. Mit Magrico versacke ich dann noch bei den griechische Jungs auf deren Zimmer. Auch nett.
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