Sonntag, 23.09.07: Anna putzt und genießt die Sonne

Ludmila und ich schlafen aus. Das erste Mal seit unserer Ankunft. Den Abend gestern haben wir im Wohnheim verbracht: im Zimmer der Portugiesen im ersten Stock. Die sechs Jungs sind erfreut über ihren deutschen Damen- und Danielbesuch. Sie erfreuen uns, indem sie uns Bier anbieten und uns portugiesische Schimpfwörter beibringen. Ich kann mich nur noch an das Wort für „Penis“ erinnern, das man laut Joao aber auch in positiven Zusammenhängen benutzen kann. Ich glaube ihm kein Wort. Man tauscht sich aus, lacht viel, und tanzt schließlich sogar.


Nach dem Aufstehen schrubben wir das Bad und das Zimmer. Den ganze Tag riecht es noch nach Putzmittel. Aber trotzdem fühle ich mich wohler.


Gegen Mittag machen wir uns auf zur Uni. Die Gebäude haben auch Sonntags geöffnet. Wir können also das WLAN nutzen und Mails checken, den Blog aktualisieren und Bescheid geben, dass Poznan eigentlich toll ist. Stefan ist kurz online, ich freue mich. Um die Sonne noch etwas zu genießen, laufen wir noch ein wenig durch die Stadt und essen an einem Imbissstand Zapiekana, eine Art überbackenes Baguette. Natürlich sprechen wir das Wort natürlich total falsch aus, und die Verkäuferin lacht. Später ist Ludmila der festen Überzeugung, dass das Wort, das wir benutzen auf russisch „betrunken“ heißt. Im Wörterbuch finde ich aber kein ähnliches Wort im Polnischen. Betrunken heißt hier „pijjani“.


Nach dieser riesigen Zwischenmahlzeit, setzen wir uns auf dem Altmarkt zwischen all die anderen Leute (Touristen und Einheimische) auf eine Bank und genießen die Sonne. Ein wahrhaft fauler Sonntag.

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