Dienstag, 30.10.2007: Anna im Zug

Ich bin extrem früh wach und kann vor Aufregung nicht mehr einschlafen: Heute geht es nach Hause. Also packe ich meine Tasche und gehe dann doch zu den Vorlesungen, die ich eigentlich ausfallen lassen wollte. Es lohnt sich nicht. In der ersten Vorlesung werden Präsentationen gehalten. Mir fällt vor allem die Unhöflichkeit der polnischen Studenten gegenüber ihren Kommilitonen und ganz speziell gegenüber den ausländischen Studenten auf: Während ihre „Kollegen“ sich vorne bemühen, reden sie unangemessen laut, telefonieren, werfen sich gegenseitig Nachrichten zu und stehen sogar auf, laufen durch den Raum, um sich zu unterhalten. Der Höhepunkt ist eigentlich erreicht, als einer der Studenten, dessen Gruppe gerade präsentiert, den Raum verlässt, um zu telefonieren.


Am Nachmittag geht dann mein Zug. Allerdings nicht ganz nach dem Plan im Internet. Das verwirrt mich zwar erst ein wenig, aber letztendlich klappt dann doch alles. Ich fahre erst durch eine tolle polnische Herbstlandschaft mit Nebel und mehr oder weniger krassen Gegensätzen (Neubauvillen neben alten, fast zerfallenen Bauernhäusern). Umsteigen in Berlin und auf nach Bielefeld. Nach sechs Stunden stolpere ich aus dem Zug (kann man nicht anders sagen, denn durch den riesigen Rucksack hat sich mein Schwerpunkt und meine Masse erheblich verändert, so dass ich viel mehr auf mein Gleichgewicht achten muss). Auf dem Bahnsteig steht Stefan schon und ist ein bisschen überfordert, weil der Zug so lang ist. Dann fängt er das strahlen an. Ich grinse eh schon seit einigen Stunden wie ein Honigkuchenpferd...


Laune: alles ist gut

Schokoladenbedarf: Infinitesimal

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Das muss Liebe sein....