Ich schlafe mal wieder extrem schlecht. Es ist ziemlich unruhig im Wohnheim, ich wache dauernd auf und wälze mich herum. Ich bringe den Polnischkurs gut hinter mich. Das Diktat ist lässig und insgesamt herrscht eher eine Partystimmung – was auch daran liegen kann, dass heute wieder einige Leute direkt vom Club zur Uni gekommen sind.
Der Tag plätschert vorbei, mit viel schlafen, lesen, Hörspiel hören und im Internet herumgurken.
Abends koche ich mit Ludmila Nudeln, sie legt sich noch mal ein wenig schlafen, ich laufe ein wenig durchs Wohnheim, wir glühen in verschiedenen Zimmern mit Bier und Wodka vor. Um halb elf wecke ich Ludmila wir machen uns allesamt ausgehfertig. Um zwölf geht es dann los Richtung Stadt. Unser Ziel ist das Minoga, eine Mischung aus Kneipe und Club - also eine Kneipe, in der man auf verschiedenen Flächen tanzen kann. Ich mag es hier. Die Leute sind angenehm normal, nur die Toiletten sind ziemlich ätzend: dreckig und mal wieder ohne Türschlösser (das hatte ich hier in Polen schon öfters – daher gewöhne ich mir das zu-zweit-zur-Toilette-gehen an, das hier echt Vorteile hat).
Nach einem Stopp beim Dönermann wanken wir zurück zum Wohnheim.
Der Morgen danach:
Der Wecker klingelt drei Stunden nachdem ich eingeschlafen bin. Wir haben einen Waschmaschinentermin. Nur leider habe ich mich um eine Stunde vertan. Also den Wecker noch mal neu stellen und einschlafen. Dann eine Stunde später schlaftrunken die Waschmaschinen anstellen, wieder anderthalb Stunden schlafen, die Maschine leeren, den Schlüssel zurückgeben und Wäsche aufhängen. Nochmal hinlegen. Ich kann aber nicht wieder einschlafen. Also dusche ich lange, telefoniere ich ein bisschen mit Stefan und frühstücke, um eine Grundlage für die Brauereibesichtigung in einer Stunde zu haben. Dabei stelle ich fest, das der komische Beigeschmack im Apfelsaft nicht vom Wodka kommt – wie ich gestern vermutete, sondern daher, dass es sich um Apfel-Minz-Saft handelt. Bähh.
Laune: noch zu müde, um wirklich launisch zu sein
Schokoladenbedarf: jaaa, geht schon wieder
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