Sonntag, 28.10.2007: Anna in Torun/Thorn

Ludmila und ich (oder besser mein Funkwecker) verchecken die Zeitumstellung, mit dem Ergebnis, dass der Wecker schon um vier und nicht um fünf klingelt. Um sechs machen wir uns auf den Weg zum Bahnhof und treffen noch die Nachtschwärmer und Heimkehrer der letzten Nacht. Wir sind natürlich mal wieder spät dran, verpassen unsere Tram und kriegen so gerade noch den Zug um 6:28h nach Torun.

Nach drei Stunden durchgeschüttelt werden und vor sich hindösen kommen wir um neun dort an, und frühstücken erst einmal. Dann besichtigen wir die Stadt. Da dieser Ausflug ein Geburtstagsgeschenk für Franzi ist, haben wir uns gut vorbereitet. Wir sind mit Stadtplänen und Reiseführern ausgestattet und haben kleine Vorträge zu einzelnen Sehenswürdigkeiten vorbereitet. Außerdem hat uns unsere Tutorin Aga noch einige Tipps gegeben, wo man gut essen und trinken kann und was sehenswert ist. Zunächst besichtigen wir den alten Markt mit dem Rathaus. Weiter geht es durch die Altstadt zum Neuen Markt mit dem Neustädter Rathaus, vorbei an verschiedenen Kirchen zur Burgruine der Deutschherrenburg. Wir stöbern durch die Mauerreste (im Gegensatz zu deutschen „Museen“ darf man hier noch durch die Ruinen klettern, wie es einem gefällt. Natürlich sind die Ruinen gesichert, aufgemauert, wo es nötig ist, etc.). Ein kurzer Abstecher durch die Kathedrale St. Johannes und dann machen wir uns schon auf den Weg zum Mittagessen. Pfannkuchen in allen Variationen. Super und recht preiswert.

Nach dem Mittagessen besteigen wir den Rathausturm. 42 Meter ist dieser hoch und zwischendurch bekomme ich es ein wenig mit meiner Höhenangst zu tun: Die Treppe die hinauf (und schlimmer noch herunter-) führt, hat unregelmäßige Stufen ist steil und sehr eng. Der Ausblick lohnt sich aber.


Wieder auf dem festen Boden geht es zur Marienkirche (und herein) an der Stadtmauer entlang, vorbei am schiefen Turm, über den es nicht viel zu sagen gibt. Außer dass er eben schief ist, wie Christin feststellen musste, da sie diesen für einen der Kurzvorträge ausgewählt hatte. Den Abschluss bot dann das Kopernikushaus. Kopernikus wurde in Torun geboren und in seinem Geburtshaus wurde ein Museum eingerichtet, dass mich allerdings etwas enttäuscht. Das Haus ist große Klasse: Sehr groß, Zwischenetagen, verwinkelt und gemütlich. Aber die Ausstellung über Kopernikus ist sehr kurz gehalten. Na ja sein eigentliches Werk entwickelte Kopernikus in den Städte Krakau und Frauenburg.


Zum Abschluss noch ein heiße Schokolade trinken und dann geht es nach einem langen Tag wieder zurück zum Bahnhof. Beine und Füße sind dankbar für die drei Stunden im warmen Zug. Mal wieder hat der Zug Verspätung und wir stehen wie bestellt nd nicht abgeholt in der Pampa. Warum auch immer. Um zehn kommen wir sehr erschöpft im Wohnheim an.


Laune: zum Teil etwas genervt und angespannt aber im Große und Ganzen neugierig und froh

Hier die Fotos zum Tag:
































































































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