Freitag, 30.11.2007: Anna im Marzipanrausch

Das Konzert war nett. Mir gefiel die Vorband wesentlich besser als die eigentliche Band. Die Orchid Band erinnerte mich ein bisschen an Mia, was wohl an der überdrehten Sängerin lag. Insgesamt kam diese Veranstaltung gemischt an, die ersten Studenten waren schon während der ersten Band weg, andere wippten immerhin mit. Ehrlich gesagt beeindruckte mich die Gestaltung der Toiletten in diesem Schuppen am meisten. Riesen rotes Ledersofa, Trockenblumen und Bunkertüren mit schweren Eisenriegeln.


Nach dem Konzert gingen wir noch mit Thomas und Paula in den Lizard King, eine andere Kneipe direkt am alten Markt. Die hatte der Junge schon am ersten Tag gesehen und wollte unbedingt dort hin, weil an der Wand so eine Neon-Gitarre hing. Stefan war schon fröhlich drauf und quatschte deshalb auch gleich die Leute am nächstgelegenen Tisch an und mit etwas Erschrecken stellte ich fest, dass das meine Professoren waren. Aber da sie noch die ganze Zeit lachten, ihm Getränke bestellten, und mir nachher sagten, was für einen tollen Freund ich doch hätte, kann das nicht so schlimm gewesen sein. Der Whisky-Cola meiner Professoren gab Stefan dann aber wohl total den Rest und ich ließ ihn Richtung Hostel torkeln.


Zur Vorlesung um Acht quäle ich mich wieder aus dem Bett. Heute lernen wir die Zahlen von 11 bis 20. Sehr spannend. Kenne ich schon. Lydia auch. Also langweilen wir uns eher.


Zurück im Hostel, packen wir unsere Sachen frühstücken und checken aus. Dann geht es zum Wohnheim. Hier heißt es dann erst mal Sachen auspacken und in die Schränke schaffen.


Stefan baut dann sehr schnell ab. Magenverstimmung und ständig ist ihm schwindelig. Zum Mittagessen/Abendbrot machen wir Pierogi. Ich kann ihn überreden einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft zu machen (wir kommen bis zum Supermarkt), danach wieder ein Rückfall. Also verbringen wir den Abend zu Hause und schauen mehrere Folgen Scrubs, wovon Stefan auch langsam aber sicher abhängig geworden ist.


Laune: schläfrig

Schokoladenbedarf: durch Marzipankartoffeln und Fruchtzwerge gedeckt

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