Der Junge ist wieder fit und bereit für einen Regenspaziergang. Vorher wird gefrühstückt. Dabei wird Stefan erst mal von meinen tollen bunten Tellern geblendet. „Davon kann man doch nicht essen, das macht doch total verrückt!!“ Dann wird Annas Regenschirm ausgepackt. Der macht übrigens mit seinen Streifen auch verrückt. Es geht zur alten Brauerei, die jetzt ein riesiges Einkaufszentrum ist. Direkt davor ist ein kleiner Weihnachtsmarkt. Davon bekommt der Junge aber nicht viel mit, denn es turnt ein Kameramann mit seiner Ausrüstung dazwischen herum. Zufällig hat unser Regenschirm ein schwarz-weißes Muster. Das ist gut geeignet, um das Auflagemaß an der Kamera einzustellen, die Schärfe und so... Der Junge zögert kurz, es vor die Linse zu halten - da hat Anna ihn schon weggezogen. “Komm Junge, wir werden hier naß!“
Das Einkaufszentrum ist wirklich groß. Es werden viele Fotos gemacht.
Anstatt den Hunger abzuwarten setzen wir uns in ein Restaurant/Kneipe/Café. Gut so, denn ich lerne noch die gefüllten Pfannkuchen kennen, die Anna so gerne mag.
Der Junge bekommt außerdem ein Lob für sein polnisches „rrrrr“. Warum weiß niemand, er kann drei Sachen sagen und muss aufpassen, dass er dabei nicht auch noch durcheinander kommt. Höflich bedankt er sich und bildet sich ein, fließend polnisch sprechen zu können. Schnell ergreifen wir die Flucht. Total überfressen rollen wir weiter.
Auf dem Rückweg schlendern wir an einem Gitarrenladen vorbei. Der ist zwar geschlossen (zu meinem Glück), aber der Junge muss stehen bleiben und drückt sich die Nase platt. Nach einer geschlagenen Stunde können wir weiter. Völlig durchnässt kommen wir im Wohnheim an, trockene Sachen anziehen, Scrubs schauen und einen Teller („oh nein, das ist schon wieder der bunte“) Obst futtern. Jetzt geht’s weiter Pizza essen. Eigentlich essen wir hier den ganzen Tag.
Laune: satt (Anna), endlich Pizza (Stefan)
Schokoladenbedarf: stöhn (Anna), "rrrrr" (Junge)
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