Montag, 03.12.2007: Annas 12. Woche

Wow, das ist jetzt schon meine zwölfte Woche hier in Polen. Mal wieder wundere ich mich darüber wie die Zeit vergeht. Das ist schon fast ein Drittel meines Doppeldiplomprogrammes, auch wenn ich für das Diplom bisher noch herzlich wenig geschafft habe.


Ich schlage mir den Sonntag Abend noch damit um die Ohren, meinen Lebenslauf für dieses Businessplan-Projekt weiterzuspinnen, damit das Ding überhaupt Sinn bekommt (kein Student würde auf die Idee kommen, neben dem Studium mal einen GmbH mit millionenschwerem Kapital zu gründen)....


Am Montag wache ich total gerädert auf. Irgendwie macht mir diese Erkältung auf Dauer doch zu schaffen. Dann geht es in die Uni. Da ich mal wieder eine Freistunde habe, und ich nicht noch einmal ins Wohnheim will (da würde ich gar nichts schaffen), habe ich mir etwas zu Lernen eingepackt. Vor der Cafeteria steht Ludmila, die nicht mitbekommen hat, dass die Vorlesung ausfällt. Es ist auch sonst nicht so ihr Tag: Sie bestellt Hotdog und stellt fest, dass es auch Pasta gibt, verteilt den Hotdog dann über Tisch, Hose und Fußboden und grummelt irgendetwas von polnischer Unorganisiertheit.


Dann E-Commerce, das heute eine Mischung aus totaler Langeweile und unfreiwilliger Komik ist. Mein Höhepunkt ist die Präsentation von Natalie. Die soll etwas über elektronische Auktionen in der Türkei erzählen und zeigt einen Film, in dem sie ihre türkische Freundin Sevil aus dem Schlaf reißt, um sich türkische Auktionsseiten vorführen zu lassen. Oh Mensch, wie entwürdigend. Wenn dass der ukrainische Humor ist, verfehlt er mein Humorzentrum um ein bis zwei Kilometer. Neben mit verdreht Thomas die Augen. Ihm scheint es genauso zu ergehen. Willkommen im Kindergarten. Oder bei Erasmus, was manchmal erschreckend viel Parallelen aufweist.


Abends dann wieder mal Kochen im Wohnheim. Beate kocht mir ihrer Freundin Carmen und ab ins Bett. Mensch bin ich müde.


Laune: gähhhhhn

Schokoladenbedarf: ziemlich am Boden

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