SCHNEE, SCHNEE, SCHNEE. Übermorgen ist Frühlingsanfang und heute und auch schon gestern schneit es in Poznan. Heute ist es sogar ziemlich krass. Zentimeterdick bleibt er auf Bäumen, Straßen und Parkanlagen liegen. Eine halbe Stunde später scheint die Sonne, als sei nichts gewesen, dann zieht es sich wieder zu und es schneit wieder. Die Professoren wünschen uns aus Spaß nicht frohe Ostern sondern frohe Weihnachten. Sehr seltsam ist das.
Heute haben ich schon die letzten Kurse vor den Osterferien und die Stimmung ist allgemein sehr fröhlich. Wer nicht nach Hause fährt, nutzt die freie Zeit zum Reisen. Für mich geht es morgen dann auch wieder nach Hause.
Nach meinen Kursen habe ich zunächst aber noch etwas anderes vor. In meinen Zusatzkursen ist auch ein Psychologiekurs und ich will die Sprechstunde der Professorin nutzen, um vorzusprechen und sie um eine Alternative zur polnischen Vorlesung für mich bitten.
Vor ihrem Büro treffe ich auf einen älteren Professor, der mich auf polnisch anspricht. Ich antworte auf polnisch, dass ich ihn nicht verstehe, ich sei Deutsche und spreche nur ein ganz wenig polnisch. Darauf fängt er das Strahlen an und kramt seine Deutschkenntnisse aus. Vor zehn Jahren habe er einmal Deutsch gelernt und freue sich jetzt es wieder ausprobieren zu können. Besonders gut kann er sich an Komplimente erinnern. Bevor er mich zu dazu verpflichten kann, seine Deutschlehrerin zu werden, entkomme ich aber in die Sprechstunde der Psychologieprofessorin.
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