Zeit für Nonsens

Der Samstag geht ziemlich entspannt an.

Da in Poznan am Samstag die Museen ihre Pforten den Besuchern umsonst öffnen, entscheiden wir uns, uns etwas Kultur anzutun. Zunächst verschlägt es uns in das Museum Narodowe, die Nationalgalerie. Hier erwarten uns Mengen Porträts und Gemälde zur polnischen Geschichte. Es wimmelt von Königen (u.a. König August von Polen, Kurfürst zu Sachsen und Kunstsammler, der Dresden enorm in seiner Erscheinung als Residenzstadt geprägt hat), Gemälden, die vor Symbolen und Anspielung auf die polnische Geschichte, die mehrfache Aufteilung Polens und das Leiden der polnischen Kultur nur so triefen, aber auch Gemälde der flämischen und Berliner Schule, sowie einige zeitgenössische Kunst.

wir kehren zu einer kleinen Stärkung in eine bar mleczny ein, einer Milchbar, in der man preisgünstiges polnisches Essen, wie barszcz (Rote-Bete-Suppe), Pierogi (gefüllte Teigtaschen) kotlet schabowy (Schnitzel) und vieles mehr bekommt.

Auf geht es zum zweiten Museum. Das Museum für polnische angewandte Kunst. Hier sind im Schloss altes Porzellan, Glaskunst, Kleidung, Schmuck und auch einige Möbel ausgestellt. Allerdings sind einige der Räume für uns nicht besichtigbar, da eine neue Ausstellung eröffnet wurde, die an Samstagen erst in einem Monat frei zugänglich ist. Dadurch sind wir in diesem Museum sehr schnell durch.

Also bleibt etwas Zeit. Während ich noch mal ins Wohnheim möchte, um ein wenig mit Stefan zu telefonieren (klappt auch), geht die Bande in den Park neben meinem Wohnheim und findet Zeit, viel Quatsch zu machen: s.u.
Außerdem treffen sie auf Schwertkämpfer und Panzer. Nach überraschend viel Zeit kommen sie im Wohnheim an, und wir essen Reste vom gestrigen Abend. Außerdem gibt es für den Vitaminhaushalt Obstsalat.Den Abend verbringen wir dann wieder in Kneipen, diesmal rund um meine Unigebäude.

Während sich die Bande noch mit dem letzten heißen Bier abkämpfe (Brrrr, Ähhh), mache ich mich schon langsam zurück auf den Weg zum Wohnheim und erwische noch so gerade meine Nachttram.

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